Zum ersten Spiel des Jahres erwartete den TSV Friedberg gleich ein echter Härtetest: Mit dem Tabellendritten TSV Simbach gastierte ein Topteam der Liga in der Friedberger Halle. Die Ausgangslage war alles andere als optimal – Tim Porterfield fehlte krankheitsbedingt, Paul Thiel musste aus privaten Gründen passen.
Dennoch entwickelte sich von Beginn an eine intensive und ausgeglichene Partie. Über Zwischenstände wie 5:5 und 8:8 konnte sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen. Friedberg hatte in der Anfangsphase vor allem defensiv Schwierigkeiten: Die Abwehr agierte zu passiv, fand keinen richtigen Zugriff und ließ Simbach zu einfachen Abschlüssen kommen. Erst nach rund 15 bis 20 Minuten bekam der TSV das richtige Timing, unterbrach die Angriffe besser und erarbeitete sich wichtige Ballgewinne. Zur Pause stand ein leistungsgerechtes 14:14.
Kurz vor der Halbzeit musste Friedberg den ersten Rückschlag verkraften: Dominik Schiechtl sah in der 26. Minute die Rote Karte, was die ohnehin dünne Personaldecke weiter reduzierte.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Friedberg deutlich stabiler. Die Abwehr zwang Simbach nun immer wieder zu schwierigen Würfen, und aus den Ballgewinnen entwickelte der TSV ein schnelles Umschaltspiel. Binnen weniger Minuten zog Friedberg vom 14:14 auf 18:14 davon, wenig später stand sogar eine 22:15-Führung zu Buche.
In dieser Phase übernahmen vor allem Hugo Häusler und Benedikt Bauer Verantwortung im Angriff. Häusler zeigte sich äußerst treffsicher und in bestechender Form, während Bauer mit hohem Tempo immer wieder Lücken in der Simbacher Defensive riss und seine Chancen konsequent nutzte.
Doch der nächste Nackenschlag folgte in der Schlussphase: Belim Nadarevic erhielt in der 50. Minute ebenfalls die Rote Karte. Damit standen dem TSV Friedberg zeitweise nur noch neun Feldspieler zur Verfügung. Simbach nutzte dies, um noch einmal zu verkürzen und kam beim 29:27 in Schlagdistanz.
Friedberg behielt jedoch die Nerven, verteidigte konsequent und brachte den Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit. Am Ende stand ein hart erarbeiteter 31:29-Heimsieg, mit dem der TSV Friedberg den fünften Sieg in Folge feiern konnte.
Bereits in der kommenden Woche wartet mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Ottobeuren die nächste große Herausforderung.
Für den TSV spielten:
Bauer (9), Häusler (7), Nadarevic (4), Rehmeyer (2/1), Newel (2), Stancu (2), Cada (2), Schiechtl (2), Maas (1), Altenweger, Karl, Reich, Neumeier, Fuchs.
