Herren 1

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SPIELPLAN UND TABELLE

TSV Friedberg Herren I – Saisonrückblick 2024/25 und Ausblick auf die kommende Spielzeit


Die Saison 2024/25 war für die erste Herrenmannschaft des TSV Friedberg ein Jahr des Umbruchs, des Lernens – und der Entwicklung. Mit dem neuen Trainergespann Stefan Knittl und Johannes Luderschmid starteten die Herzogstädter in eine Spielzeit, die von einem sehr jungen, breit aufgestellten Kader geprägt war. Die Vorbereitung verlief – wie so oft bei neu formierten Mannschaften – holperig. Das Trainerduo musste erst eine gemeinsame Spielidee implementieren, während sich die Mannschaft auf dem Feld finden und einspielen musste.

Der Saisonauftakt verlief wenig erfreulich: In Ottobeuren setzte es gleich eine Niederlage. Doch schon im zweiten Spiel gelangen mit dem Heimsieg gegen Bayern die ersten Zähler. Die anschließende Niederlage gegen Kempten war symptomatisch für die erste Saisonhälfte – ein ständiges Auf und Ab, wenig Konstanz, viel Potenzial, aber auch viele Lektionen.


Die Unerfahrenheit der jungen Truppe zeigte sich besonders schmerzhaft im Heimspiel gegen Simbach: Eine zwischenzeitliche Sieben-Tore-Führung konnte nicht in Zählbares umgewandelt werden. Dennoch stabilisierte sich die Mannschaft im Verlauf der Vorrunde und fand sich zur Saisonhalbzeit im gesicherten Mittelfeld einer sehr ausgeglichenen Liga wieder – mit einem kleinen Abstand sowohl zu den Aufstiegsplätzen als auch zum Abstiegsrang. Den Abschluss der Hinrunde markierte die bittere Niederlage zu Hause im Derby gegen Haunstetten.

Die Rückrunde war geprägt von guten Heimauftritten der ersten Männermannschaft. In der Rückrunde mussten nur 2 Niederlagen zu Hause hingenommen werden, in der Fremde tat man sich oft vor allem in Drucksituationen schwer.


So bewegte sich der TSV in der Tabelle immer im gesicherten Mittelfeld, aber immer mit der Gefahr noch in den Abstiegsstrudel der ausgeglichenen Liga zu geraten. Zusätzlich dazu wurden die letzten Wochen der Saison durch Verletzungssorgen überschattet. Einige Leistungsträger fehlten in der Schlussphase, was der jungen Mannschaft Substanz kostete. Das Saisonfinale hatte es noch einmal in sich – das Derby in Haunstetten wurde zum emotionalen Abschluss, allerdings mit dem besseren Ende für den Rivalen, einem enttäuschenden 8. Platz und der späteren Erkenntnis, dass es kein Augsburg-Derby in der kommenden Saison geben wird.


Ausblick: Nächstes Jahr den nächsten Schritt machen

Nach einer intensiven und lehrreichen Saison 2024/25, steht nun der nächste Entwicklungsschritt an. Der Kader bleibt weitgehend zusammen, erhält jedoch gezielte Verstärkungen und erfährt auch personelle Veränderungen, die den eingeschlagenen Weg des Vereins unterstreichen: jung, hungrig, entwicklungsfähig – aber getragen von Erfahrung.


Mit Emil Thiel und Florian Mayer verlassen zwei junge, talentierte Spieler den Verein. Doch Friedberg bleibt seiner Philosophie treu: Der eigene Nachwuchs soll nachrücken und sich beweisen dürfen. So stoßen mit Dominik Tiepmer und Paul Neumeier zwei A-Jugendliche in den Kader der Ersten. Beide haben bereits im Jugendbereich ihr Potenzial angedeutet und sollen nun behutsam an die Oberliga herangeführt werden.

Zusätzlich verstärken zwei externe Neuzugänge die Herzogstädter: Auf Rechtsaußen kommt Belim Nadarevic, ein dynamischer Außenspieler mit Torgefahr, Erfahrung und Tempo, während mit Reich ein erfahrener Torhüter zum Team stößt. Gemeinsam mit dem bestehenden Personal soll er für die nötige Stabilität im Abwehrverbund sorgen.


Das Gerüst der Mannschaft bleibt bestehen. Um die Routiniers Fabian Abstreiter und Tobias Fuchs, die als Kapitäne die Mannschaft in der vergangenen Saison angeführt haben, soll das Team mehr Konstanz entwickeln. Denn genau daran will das Trainergespann Knittl/Luderschmid arbeiten: Spiele, wie jene mit unnötigen Punktverlusten nach Führungen oder durch fehlende Cleverness in der Schlussphase, sollen künftig der Vergangenheit angehören.

Ein besonderes Spiel erwartet die Friedberger und ihre Fans in der kommenden Saison: Nach dem Aufstieg des TSV Aichach aus der BOL wird es erstmals seit Jahren wieder ein Lokalderby geben. Die Aichacher haben sich mit einer starken Saison den Aufstieg verdient und bringen neue Brisanz in die Liga. Entsprechend groß ist die Vorfreude in Friedberg – auf packende Duelle, volle Hallen und Derby-Stimmung pur.


Eine konkrete Zielsetzung für die neue Saison 25/26 wird bewusst nicht formuliert. In einer nach wie vor sehr ausgeglichenen Liga ist eine genaue Prognose ohnehin schwierig. Stattdessen liegt der Fokus weiterhin auf den Stärken, die den Verein in den vergangenen Jahren ausgezeichnet haben: der nachhaltigen Förderung junger Spieler und dem kontinuierlichen Aufbau einer stabilen Mannschaft, die sich perspektivisch in Richtung Regionalliga entwickeln soll.