Zu einer ungewohnten Anwurfzeit am Sonntagnachmittag um 15 Uhr trat der TSV Friedberg beim Schlusslicht in Burghausen an. Nach dem Mannschaftsausflug zu den Augsburger Panthern am Freitag schien es zunächst, als wolle man sich leistungsmäßig an den Eishockeykollegen orientieren – denn Friedberg kam nur schleppend ins Spiel.
Von Beginn an taten sich die Herzogstädter extrem schwer und scheiterten im gesamten Spielverlauf 15-mal komplett frei am stark aufgelegten Burghausener Torhüter. Trotz dieser Offensivschwäche stand die Abwehr stabil und auch die Torhüter hielten den TSV im Spiel, sodass Burghausen nicht davonziehen konnte.
Im Laufe der ersten Halbzeit gelang es Friedberg, sich durch eine solide Defensivarbeit Stück für Stück abzusetzen. Doch auch wenn der TSV zeitweise deutlich vorne lag, verpasste man es durch viele Unaufmerksamkeiten und Fehlwürfe bereits früh, den Deckel auf die Partie zu machen. Zur Pause stand dennoch ein komfortables 16:10 auf der Anzeigetafel.
Nach Wiederanpfiff zeigte Friedberg eine konzentrierte Phase und entschied das Spiel vorzeitig, als man auf zehn Tore Vorsprung davonzog. Doch anstatt die Partie sauber zu Ende zu spielen, ließ der TSV erneut zahlreiche klare Chancen liegen und verlor in der Schlussphase unnötig an Struktur.
Auch wenn am Ende ein deutlicher 34:26-Auswärtssieg zu Buche steht, hätte dieser angesichts der vielen freien Gelegenheiten deutlich höher ausfallen müssen. Die Mannschaft zeigte zwar gute Ansätze, machte sich das Leben aber selbst schwer.
Für das kommende Duell gegen den starken Aufsteiger aus Cham gilt es nun, vor allem im Abschluss konsequenter zu werden, um die positive Entwicklung der letzten Wochen fortzuführen.
Für den TSV Friedberg spielten:
Rehmeyer (9/7), Bauer (7), Nadarevic (6), Häusler (3), Thiel (2), Porterfield (2), Maas (2), Schiechtl (2), Newel (1), Karl, Reich, Stancu, Neumeier
