Friedberg kommt zum Saisonauftakt mit blauem Auge davon

Neue Saison, neuer Trainer und direkt ein echter Härtetest: Zum Auftakt in die neue Oberliga-Saison empfing der TSV Friedberg mit dem TSV Niederraunau einen starken und mutig auftretenden Aufsteiger. Unter dem neuen Trainer Pfänder wollte Friedberg mit zwei Punkten starten, musste dafür beim 35:34 (16:16) allerdings bis zur allerletzten Sekunde zittern. 

Die Nervosität zum Saisonstart war den Herzogstädtern zunächst deutlich anzumerken. Niederraunau überraschte mit einer extrem offensiven Abwehr und brachte Friedberg damit immer wieder aus dem Konzept. Zahlreiche technische Fehler im Angriff und fehlender Zugriff in der Defensive, insbesondere gegen den stark aufspielenden Kornegger, ließen die Gäste davonziehen. Nach gut 20 Minuten lag Friedberg beim 9:15 plötzlich mit sechs Treffern zurück. 

Pfänder reagierte und brachte den siebten Feldspieler. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Friedberg fand zunehmend bessere Lösungen gegen die offensive Deckung, kämpfte sich Tor um Tor zurück und verkürzte den Rückstand noch vor der Pause vollständig. Mit dem 16:16 war zur Halbzeit wieder alles offen. 

Nach Wiederanpfiff setzte sich das enge Spiel zunächst fort. Mit zunehmender Spieldauer machte sich jedoch die individuelle Klasse der Friedberger immer stärker bemerkbar, während bei den Gästen die kräftezehrende Abwehrarbeit erste Spuren hinterließ. Friedberg setzte sich Stück für Stück ab und schien spätestens fünf Minuten vor Schluss auf die Siegerstraße einzubiegen. Als Newel zum 34:30 traf, deutete vieles auf einen gelungenen Saisonauftakt hin. 

Doch anstatt die Partie kontrolliert zu Ende zu bringen, machte Friedberg das Spiel noch einmal völlig unnötig spannend. Unerklärliche Fehler im Angriff und fehlende Konsequenz in der Defensive brachten den mutigen Aufsteiger zurück. Niederraunau nutzte die Einladungen konsequent und erzielte 13 Sekunden vor Schluss den 34:34-Ausgleich. 

Nach der letzten Auszeit blieb Friedberg noch ein Angriff. Braun übernahm die Verantwortung und verwandelte von Linksaußen praktisch mit der Schlusssirene zum umjubelten 35:34. Damit kommt der TSV zum Saisonauftakt mit einem blauen Auge davon und behält nach einem wilden Spiel beide Punkte in der Herzogstadt. 

In der kommenden Woche wartet mit Unterpfaffenhofen-Germering die nächste Aufgabe. Dort gilt es, von Beginn an konzentrierter aufzutreten und mit den nächsten zwei Zählern einen gelungenen Saisonstart perfekt zu machen.


Für den TSV Friedberg spielten: Scholz (3), Heger (2), Thiel (5), Neumeier (1), Abstreiter (3), Maier (1), Karl, Newel (1), Braun (3), Cada (5), Nothelfer, Rehmeyer (8/2), Porterfield (3), Reich.