In der Bezirksoberliga Schwaben steht die zweite Mannschaft des TSV Friedberg vor einer Saison, in der sie sich – gerade im Rückblick auf die vergangene Spielzeit – weiter stabilisieren möchte. Mannschaftsbetreuerin Mair kann dabei auf viele bekannte Gesichter bauen.

Die Saison 2019/2020 war für die Bayernligareserve ein Wechselbad der Gefühle: Der Saisonstart verlief überraschend gut und man konnte den Platz an der Sonne einige Spieltage behaupten. Danach rutschte die ambitionierte Mannschaft jedoch schrittweise in ein Leistungstief.

Im Winter gingen gar sechs Spiele in Folge verloren; eine derart lange Durststrecke hatte noch wenige Spieltage vorher niemand erwartet. Zeitweise gerieten die Schützlinge von Sandy Mair dabei gefährlich nahe an die Abstiegsplätze, doch konzentrierte Leistungen im Frühjahr gegen die HSG Lauingen-Wittislingen und im Landkreisderby gegen den TSV Aichach ließen etwas Ruhe einkehren. Dadurch konnte die Mannschaft, die mit Valentin Schmid den erfolg­reichsten Torschützen der Liga in ihrem Team hatte, zum Saisonende den 9. Platz belegen, der auch im Falle einer Spielzeit mit Absteigern zum Klassenerhalt geführt hätte.

Ein großes Dankeschön gilt auch Trainerin Mair, die am letzten Spieltag durch ihre umstrittene Rote Karte die Mannschaftskasse noch einmal gut füllte.

Nach dem Corona-bedingten Saisonabbruch stieg das Team bereits im April wieder ins individuelle Lauftraining ein. In Summe kamen so teilweise um die 400 Kilometer pro Woche zusammen.

Zeitgleich liefen auch die Planungen für die neue Saison – sollte sie denn wie geplant stattfinden – auf Hochtouren. In Felix Zull, Phillipp Pöppel und Thomas Reissner hat das Team drei Abgänge zu verbuchen. Gleichzeitig verstärken mit Marcus Lugauer, Julian Graf und Niklas Siedler drei ehemalige A-Jugendliche und hochtalentierte junge Spieler das Team. Zudem kommt in Michael Siemens (ehemals TSV Indersdorf) ein weiterer Torhüter zu den Herzogstädtern, der dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen möchte.

​Das Ziel für die neue Saison sollte es sein, die in der vergangenen Spielzeit aufgetretenen Leistungsschwankungen weitestgehend abzustellen, um so nicht wieder in Abstiegsgefahr zu geraten. Dass die Friedberger wohl wieder das jüngste Team der Liga stellen werden zeigt, dass in der gesamten Mannschaft noch viel Potential steckt, um nicht nur dieses Ziel zu erreichen.